Vorstellung von Heike

 

 

„Nimm auf, was zu dir kommt, wie der Baum das Licht.

Schreibe ohne jede Anstrengung.

Genieße die Stimme, die in dir wächst.

Sei wie das Wasser, das fließt, egal wohin. Folge ihr.“

 

 

 

 

Ich ...

Bin wie der Wind und fange Worte ein,

ungefragt und absichtslos.

Worte der Tiefe - der Seele von allem was ist.

Bin Kelch, bin Stift - sonst nichts.

Im Tintenfass des Lebens.

Worte gegeben vom Licht,

ziehen wie Nebelschwaden vorbei.

Greife sie auf ohne Gedanken.

Kommen und gehen im Augenblick.

Wollen berühren - mich und wer sich angesprochen fühlt.

Tropfen im Herzenstakt aufs Blatt - Seelenbalsam.

Im Zusammenhang des Großen - im Moment nicht erkannt.

Wahre Größe zeigt sich erst im Schritt zurück.

Außerhalb des magischen Kreises von Wort und Zeit.

Geflügelte Worte fließen durch mich hindurch,

im Takt der Seele - Gleichklang der Herzen.

Leidenschaft als Tinte perlt mir im Blut.

Mit Ogma dem Verführer der Worte im Bunde,

tanzen Hand in Hand im lodernden Wortkessel.

Honigzunge, Teufelstanz, Engelflügel.

Brodelt, zischt, kocht über - ergießt sich in meinen Geist.

Worttorte, Buchstabenkekse, Glücksgefühl

Seelenkrieger - Worte als Schwert,

messerscharf und weich.

Leere Hülsen des Seins im Wald der falschen Worte entlarven.

Keine Wahrheit darin.

Wortgewitter - reinigt die Seele.

Funken sprühen, verzaubern die Buchstaben zu Wortschnuppen,

tanzen durch meinen Kopf,

fallen aufs Papier, formen einen Satz, vom Universum diktiert.

Seiltanz, Lichterglanz, Wortgefecht.

Worte als Schwert.

Wirrwarr ordnet sich - Licht erscheint.

Licht im Dunkel, das ist mein Ort.