Lies was die Teilnehmer des "Herztrainings für Autoren" 2018 erlebt haben: 

Florentine Hein 

Herztraining für Autoren – ja, das war es wirklich! Mein Herz hat trainiert. Hat tief in sich hinein gespürt. Gefühlt und die Gefühle in Worte gefasst. Keine Worte aus dem Lehrbuch, sondern echte Herzensworte. Worte die berühren. Ein hartes Training, mit einem Text jeden Tag. Hart, aber wunderbar. Denn es führte tiefer und tiefer. Ich habe das Schreiben als Freude empfunden, als meinen Ausdruck, als Befreiung. Und staune noch immer über das, was mit mir, mit uns allen geschah. Ich bin mir selbst begegnet, habe dort unten an der Quelle meinen Weg gefunden. Durch Deine Begleitung, Ulrike, und das tolle Feedback der anderen habe ich mich immer gehalten und geleitet gefühlt. Eine unfassbare Erfahrung, die süchtig macht. Danke Euch allen!!!!

marion waltzog 

Feed back. 

In den 4 Wochen wirst fühlen wie Du und Deine Sprache sich stetig weiterentwickeln, aufblühen wie ein Rosenstock den Du täglich pflegst. Denn Ulrike begleitet und entfaltet jeden Teilnehmer wie eine liebevolle Gärtnerin. 
Hast Du einen Teelöffel Lust am Schreiben, eine Prise Fantasie und täglich ein Quäntchen Zeit, dann bist Du hier richtig im Garten der Worte. 
Egal welcher Level, Du fühlst sehr bald die Autoren Flügel wachsen.

Marion Waltzog, 
Paris im Juli 2018

Almut Pfriem 

Wenn du wissen willst, ob Schreiben deines ist, oder nur ein Hirngespinst. Hier findest du es mit Sicherheit heraus. Dieses Onlineseminar „Herztraining für Autoren“, da bin ich sicher, befindet sich am Zenit des Schreibhimmels. Auf Wolken gesegelt, durch Schaumgipfel getaucht, an Harzen geleckt und in Herzen geschaut. All das gefühlt und aufgewühlt und aufgefädelt zu Perlenketten, die wie Birllianten uns nun unseren Weg leuchten. Durch die Dunkelheit ins Licht. 
Nur wer sich traut zu springen, kennt das Gefühl im Bauch welches beflügelt. Springen musste jeder selber, aber der Flug folgt garantiert. Und bei all dem waren wir geborgen und getragen in einem achtsamen Netz von MitschreiberInnen, wurden wir gut genährt mit den tollsten Tools, den wirklich wesentlichen Tipps, die alle Autoren kennen sollten, denn diese Form des Schreibens wird eine neue Epoche einläuten. Besonders kostbar, war das gegenseitige Lesen und Kommentieren, das, sich gegenseitige öffnen verschlossener Türen. Es war unbeschreiblich kostbar. Das Wort: unbeschreiblich, steht hier für die Superlative, nicht für mangelnde Phantasie. Kein Genre kann das fassen. Das musst du einfach erlebt haben. Allerdings fehlte ein Warnhinweis, den möchte ich nun nicht unterschlagen: Achtung Suchtgefahr! Bitte Anschnallen, nichts für Langweiler und Sofakartoffeln. 
Danke Ulrike, außer dem Warnhinweis hat nichts gefehlt, hast du nichts vergessen. Souverän und vertrauenserweckend hast du uns sicher begleitet auf dieser Abenteuerreise, Frau von und zu Kompetenz :-) - das gefällt mir, denn du gibst alles, um deine Schüler zu ihrer Kompetenz zu führen. Deine Ruhe, dein Locken, dein Spiegeln, dein Wissen, deine klare Struktur gab uns genau die Freiheit, die Künstler brauchen. Einen besseren Boden kann keiner bereiten, weise und mit hoher Präsenz hast du ihn angelegt und gegossen. Danke. Nicht nur mein Schreiben hat galaktisch dazu gewonnen, vor allem auch mein Herz hat mir gezeigt, wie stark es in Wirklichkeit ist. 
Almut Pfriem

Anja Zindler 

Herztraining für Autoren - eine Reise zu mir selbst

In diesen vier Wochen, liebe Ulrike, bin ich über Berge und Täler gewandert. Es gab tiefe Einblicke in Ängste und weite wunderbare Ausblicke in die Zukunft. Dazwischen hab ich ganz neue Seiten an mir entdeckt. Es hat mich in meiner Identität als Autorin und als Mensch völlig neu erstehen lassen. Authentisch zu schreiben, Hürden zu meistern, das durfte ich hier in einer tollen Gemeinschaft erleben. Schreiberlebnisse, die ich nie erwartet hätte und die alles verändert haben. 
Das alles ist möglich durch deine sympathische, kluge Art, deine Menschenkenntnis, deinen Mut und dein Vertrauen in Wandlung, Entwicklung und freie Gestaltung, deine Offenheit und Sensibilität jedem Einzelnen gegenüber, dein hohes Maß an Einfühlsamkeit und deine Hilfe, selbst wenn das Bungee Junmping der Gefühle zu heftig wird. Du hast die Fäden immer fest in der Hand, auch wenn man das gar nicht so wahrnimmt. Das alles ließ mir einen großen Freiraum. Außerdem entwickelte sich dadurch eine Gemeinschaft von unschätzbarem Wert unter den Teilnehmern, die einen Schutzraum bot und jederzeit unterstützend wirkte. Ich bin mir sicher, dass dieser Kurs noch lange weiterhin seine Kreise zieht und weiter und weiter wirkt, denn seine Tiefen habe ich noch längst nicht alle ausgelotet. Meinen tiefsten Dank an dich!

 

Marion Wünderich 

Vier Wochen „Herztraining für Autoren“? Kein MUSS, aber ein Möchte der ganz besonderen Art für jede Lebenslage. Nicht nur für professionelle Autoren, sondern auch für Menschen, die sich der Hastigkeit unserer Zeit inklusive Multi-Tasking, Head-Sets, Zombie-Dasein mit Knöpfen im Ohr und Hamsterrad-Karriere bewusst sind. Massenanpassung wider Individualität und Authentizität. Der einfache Weg unter Anleitung zurück zu kindlicher Ruhe, Gefühlen, Phantasie und Entdeckungsreise zu sich selbst. Man findet den Schatz in sich und hält ihn fest. Die Zeit des Kurses ist begrenzt, aber das Vorgehens-Tempo bestimmt jeder selbst und beschenkt ist man alle Male.

Chris Bauhofer 

Vier Wochen Online- Workshop Emotionales Schreiben? 
Was habe ich mir denn dabei gedacht? Mitten im Sommer? 
Wann immer ich von Grillparties aufbrechen musste mit einem gemurmelten: „Hab noch eine Fortbildung“, wenn ich morgens früher aufstand, abends länger wach blieb, fragte ich mich und wurde gefragt: Warum eigentlich?

Diese vier Wochen waren wie eine Dauer-Sauna, inclusive eiszapfenkalter Tauchbäder, knallheißer Aufgüsse. Ab und zu gab es eine Seelenmassage im Tiefengewebe. 
Ich wurde von Selbstzweifeln gepeitscht, wie mit Birkenzweigen. Kalter Angstschweiß und knallige Schamesröte waren die Kneipp‘schen Güsse.

In diesem Saunaraum schwitzte ich mit anderen und das war wichtig. Eure Tränen, eure Witze und euren salzigen Schweiß hautnah mitzubekommen, schuf eine Atmosphäre von ehrlicher, tiefer Gemeinschaft. 
Nachdem die Schreibporen von den Aufgüssen der großen Bademeisterin Ulrike so richtig geöffnet waren, lösten sich im Innersten wahre Brocken lange verkrusteter Vorurteile und Glaubenssätze, die sich lange schon völlig unbemerkt in mir eingenistet hatten und so taten, als wären sie ein Teil von mir. Das war schmerzhaft. 
Dass ich dabei nicht kollabiert bin, oder entmutigt die Sauna vorzeitig verlassen habe, lag zu großen Teil an der Schwitz-Gruppe. 
Wir haben uns nackt gesehen. Und liebevoll Falten und Speckröllchen betrachtet, die Narben, die gebrochenen Glieder und Herzen. Nicht bewertet, sondern wertgeschätzt was wir sahen. Etwas Heilsameres gibt es nicht für die zarte Autorenseele. Sie möchte wahrgenommen werden und geachtet. Ich bin stolz und dankbar, dass ich diese tiefenreinigenden Prozesse an mir und euch so intensiv miterleben durfte. Wir alle haben uns in diesen Wochen wahrhaft Autor-risiert. 
Ich glaube das Wichtigste, was ich mitgenommen habe, ist ja zu sagen zu mir. Mich ernst zu nehmen im Schreiben, in meinem authentischen Ausdruck, heißt auch mich selbst ernst zu nehmen. 
Gleichzeitig bin ich eine viel wachere und bewusster fühlende Leserin geworden. 
Etwas in mir, das lange gedöst hat, ist nun wach. Und hungrig. 
Schreiben ist viel mehr, als nur Schreiben, sagt Ulrike und ich weiß jetzt, sie hat recht. Es ist ein Abenteuer, genau wie das Leben. 
Die Reise hat erst begonnen.

 

Christine Schick 

Noch ein Kurs? Schon wieder ein Kurs? Die ewige Kursteilnehmerin? Ja und nein. Ich gebe zu, ich habe viel übrig für Schreibkurse, tausche mich gerne mit anderen aus und nehme immer mal wieder ein Weiterbildungsangebot mit, um mir Anregungen zu holen. 
Aber das Onlineseminar „Herztraining für Autoren“ war nicht irgendein Kurs. Es war ein ungewöhnliches Reiseangebot. Nichts für Angsthasen und nichts für Teilnehmer, die sich einfach nur gerne auf Papier reden hören. Dazu braucht es eine kluge Leiterin mit viel Schreib-, Menschen- und Lebenserfahrung wie Ulrike Dietmann genauso wie Teilnehmer, die Lust darauf haben, ihr Herz zu bereisen. Das Herz ist dabei für mich ein umfassendes Symbol, das Emotionen aber eben auch gedankliche Prozesse miteinschließt wie beispielsweise sich in andere Menschen einzufühlen, eine andere Perspektive einzunehmen und sich selbst mit Neugier zu betrachten. 
Hört sich harmlos an, ist es aber nicht. Weil es ziemlich viel Mut braucht, genau hinzusehen. Wer bin ich und wenn ja wie viele heldenhafte, aber auch gruselige, unheldenhafte Gesellen, wie viele falsche Träume und Bilder oder wie viele schräge, unfertige und unausgegorene Typen? Wer gehört wirklich zu mir, wen schick ich wieder weg und wer sitzt uneingeladen am Tisch und droht, die Party platzen zu lassen? 
Die Sache wird aber noch komplexer, weil zur Party neben meinen eigenen Gästen auch die der anderen Teilnehmerinnen hinzukamen, was das Seminar zu einem Ereignis mit internationalem Herzenscharakter gemacht hat. Jeder hat andere Figuren, andere Dämonen und andere Wünsche in sich herumlaufen und der Kurs hat Einblick in diese spannenden Landschaften erlaubt. 
Das ist nur möglich mit einer Leiterin, die viel Gespür für den Prozess mitbringt, Teilnehmern Mut macht, sich hinaus- beziehungsweise hineinzuwagen. Genauso braucht es Teilnehmer, die abenteuerlustig sind und sich souverän und eigenverantwortlich diesen ungewöhnlichen Gästen stellen. Das ist in diesem Kurs gelungen und hat ihn zu einem unglaublichen Erlebnis gemacht, für das ich jeden anderen (Reise-)Urlaub in den Wind schießen würde. 

 

Susanne Barbara Schenk 

Herztraining für Autorinnen – Reise in eine neue Dimension 
Am Beginn unserer Reise haben wir erst zögerlich einen Schritt vor den anderen gesetzt, unsicher, was da auf uns zukommen wird. Vor Selbstzweifeln geplagt, ob wir das schaffen, was von uns erwartet wird. 
Ulrike hat uns sicher und kompetent, dank langjähriger Erfahrung, die richtigen Schreibaufgaben gestellt, die uns ins Herz unserer Emotionen geführt haben. Wir haben geliebt, getrauert, gegen unsere eigenen Dämonen gekämpft, den Drachen besiegt, um dann in der Stille unseres Herzens Ruhe und inneren Frieden zu finden. 
Von diesem emotionalen Schreibraum hatte ich vorher nichts geahnt. Wir durften alle unsere Grenzen erforschen und über sie hinauswachsen in eine neue Dimension des Schreibens. Von der Reise haben wir einen wertvollen Schatz mitgebracht, den wir mit den anderen geteilt haben. Jeden Tag haben wir einen Text geschrieben und im Forum gepostet. 
Ulrike hat es geschafft, aus zwölf unterschiedlichen Frauen, die sich vorher nicht gekannt hatten, eine Gemeinschaft zu formen, die sich gegenseitig mit ihrem Kommentaren ermutigt, getragen, aufgefangen und verbunden hat. Das hat uns erlaubt, noch mutiger zu werden und uns immer wieder einen Schritt weiter in ein unbekanntes Land zu wagen. 
Auch wenn unsere Schritte langsamer wurden, und nach den Höhenflügen die Zweifel wieder kamen, sind wir aufgefangen und getragen worden. 
Die Reise geht weiter. Unsere Gemeinschaft wurde durch das Schreiben so zusammengeschweißt, dass wir zusammen weitermachen wollen. 
Ich danke Ulrike von ganzem Herzen, für das, was sie uns mit diesem Kurs geschenkt hat. Als ich das erste Mal von dem Kurs gehört habe, hat mein Herz gleich gerufen: „Da will ich dabei sein!“ Ich habe es nicht bereut – im Gegenteil: meine Erwartungen sind bei Weitem übertroffen worden. Immer wieder staune ich und bin dankbar darüber, was sich in dem letzten vier Wochen verändert hat – in mir und in meinem Schreiben. Der Schatz in meinem Herzen glitzert und blinkt und wird sicher erst im Laufe der Zeit seinen vollen Wert entfalten. 
Danke Ulrike! Du hast an uns geglaubt, unser Potenzial gesehen und es ans Licht gebracht!

 

Heike Stadelmann 

Ein alles verändernder Kurs geht zu Ende. Hinterlässt ein anders mit Melancholie. Geteilte Herzenszeit mit anderen. Leid, Freude, Frust der tiefsten Art, Wut und Angst. Existenziell. Einzigartig. Nicht nur Autoren bewegend, verändernd. Ganzheitlich. Dahinter steht der ganze Mensch. Hat mich mitgerissen, ins Straucheln gebracht. Nein - den Boden unter den Füßen weggerissen. Habe mich darauf eingelassen. Bin der Spur des Augenblicks gefolgt, weil anderes nicht mehr ging. Das Herkömmliche weggepackt, zerrissen, verbrannt. Schränke, Schubladen mit alten Glaubenssätzen geleert in mir. Bin ein leeres Gefäß. Herz geöffnet, Hände ausgestreckt, empfangen. Empfangen - nicht die Worte, die ich wollte, erwartet habe. Nein - neue Worte, neue Sprache. Aus meinem Herzen, meiner Seelenquelle. Lebensverändernd. Herzbewegend. Seelenöffnend. Revolution im Inneren. Neu zusammengesetzt. Prioritäten, Innenansicht verschoben. 
Frust, Wut im Bauch - Katalysator für neues Leben. Neues Autoren-Ich. Nüchtern betrachtet, knallharte Tatsachen auf den Tisch serviert. Keine Entscheidungsfreiheit. Innerer Drang - mit Antrieb einer 10.000 PS starken Straßenbahn. Gibt kein Zurück. Nie mehr. Die alte Hülle - zu klein, zu schlaff. Ich wachse, ich dehne mich, gehe weiter. Weiß noch nicht wohin. Das Heute ist immer - auch im Morgen. Aber erst dann. Weitblick im Augenblick. Nicht mehr, nicht weniger. Das ist meine neue Sicherheit. Mehr muss ich nicht wissen. Gibt es nicht zu wissen. Egal wie sehr ich mich anstrenge. Nicht mehr. Augenblick genügt. Ist alles. Quelle der Inspiration. 
Melancholie. Abschied von anderen liebgewonnenen Mitstreitern. Tapfere Seelen an meiner Seite, die wie ich dem Prozess standgehalten haben. Gegenseitig aufgefangen und Mut gemacht. Biegsam, mitgeschwommen sind, gestrauchelt, untergegangen, keine Sauerstoffmaske, sich hochgekämpft haben - aber erst nach dem Ertrinken - in ein neues Leben. Autorenleben. Anderes Leben. Das 2. Mal geboren in diese Welt im gleichen Körper.

4 Wochen vorbei - zurückbleibt: das Gefühl wild und frei. Aufbruchstimmung. Unendliche Dankbarkeit mich selbst, meine neues Autoren-Ich, gefunden zu haben. 
Liebe Ulrike, ich bin dir unendlich dankbar, dass du uns dies in diesem geschützen Rahmen ermöglicht hast. Dass du immer für uns da warst, uns ermutigt hast, uns einfach fallen zu lassen - hinab in die tiefst Tiefe der Gefühle. Mit der Gewissheit, dem Vertrauen vom Leben aufgefangen zu werden. Immer. Denn in jedem Prozess steckt Transformation. Es kann nur besser werden. 
Danke dafür!!

Victoria Mertens 

Vier Wochen Schreibkurs liegen hinter mir. Vier Wochen, in denen ich erst einmal das aus den Augen verlieren sollte, was mir doch so wichtig war: Meine Geschichte. 
Ich wollte und will es immer noch. Eine Geschichte schreiben. Aber mir kommt es so vor, als ahnte ich erst jetzt, um was es dabei wirklich geht. Gehen könnte…. 
Vier Wochen, in denen ich, zusammen mit anderen Autoren, auf einen hohen Berg gestellt wurde: Hier. Liebe Autoren. Die Aussicht. Das ist eure Welt. 
Geil!!!! 
Wir leckten uns die Lippen. 
Wir griffen mit unseren Händen danach. 
Wir zückten die Stifte.

Dann jedoch kamen die Spielregeln. 
1. Runter vom Berg 
2. Augen zu 
3. Los. 
So ungefähr fühlte es sich für mich an. 
Wenn du schreiben willst, musst du erst fühlen. Wut ist nicht gleich Wut. Liebe nicht gleich Liebe. Stille niemals still. 
Ich habe die vollkommen klare, stille Ausrichtung meiner Wut kennengelernt. Ich habe den verletzten Hass meiner Liebe gespürt. Und musste mir die Ohren zuhalten ob des Lärms meiner Stille. 
Was zurückblieb war schiere Verzweiflung. 
Schon wollte ich mich umdrehen und schreiend davonlaufen. DAS sollte etwas mit meinem Wunsch zu tun haben, Geschichten zu schreiben? 
Etwas lenkte meinen Blick zurück. Eine neue Schreibaufgabe: 
Spürst du die Verzweiflung? 
Klare Antwort (endlich!): Jaaaaa! 
Das ist der Held in dir! 
Waaaaas? 
Tatsächlich habe ich ihn gefunden, denn Held und Autor sind mittlerweile zur untrennbaren Einheit für mich verschmolzen. Zuvor war der „Held“ für mich ein aufgeblasenes Etwas. Der Autor eine personifizierte Schreibmaschine. 
Jetzt weiß ich, dass der Held im Autor steckt. 
Der Autor im Helden. 
Und dass ich behaupten darf, beides zu sein. 
Jetzt habe ich eine Vorahnung bekommen, was es wirklich heißt, das Handwerk lernen zu wollen. 
Jetzt bin ich bereit dazu. Es wird nun auf fruchtbaren Boden fallen. 
Nach dem Schreibkurs ist vor dem Schreibkurs. Und ich will mehr!!!!!

Dieses Gedicht ist vor vielen Jahren, nach meinem ersten Schreibkurs bei Ulrike, entstanden. Es brauchte noch ein wenig Wachstum. Ich finde, es gehört hierher. Zu uns:

Worte des Pegasus

Wenn meine Flügel 
euch eines Tages sanft berühren, 
öffnet sich 
meine Welt 
in euren Tiefen.

Durchdringende Sehnsucht 
leuchtende Träume 
und Ozeane von Traurigkeit 
müsst ihr durchschreiten 
auf dem Weg 
zu mir

In den Jahren, in denen ihr meine Wälder bevölkert 
die Stille dort durchbrecht 
mit dem wilden Getrampel eures unsteten Geistes 
mit dem lauten Rufen eurer Herzen 
und dem verzweifelten Flüstern der Seele

sterbt ihr tausend Tode, 
immer und immer wieder

Und ich bin da für euch 
ich bin der Einzige 
der euch versteht

Meine Augen begleiten euch 
auf euren Ausflügen 
durch Freundschaft und Verrat,

meine Hufe tragen euch 
durch Landschaften von Leid und Glück, 
Liebe und Hass.

Meine Ohren sind geöffnet 
für eure Geheimnisse 
und ich bewahre sie für immer auf.

Ich bin zugegen, 
wenn aus den zarten Pflanzen eurer Seelen 
Kämpfernaturen werden 
die sich unaufhörlich 
dem Licht entgegenstrecken.

Viele von euch bleiben 
nur einen kurzen Augenblick bei mir.

Einige verweilen länger, 
um mir schließlich zu folgen

Zusammen mit mir durchbrechen sie 
die scheinbar undurchdringliche Schicht , 
die zwischen der Schnelllebigkeit ihrer Gefühle 
und den wahren Geheimnissen des Lebens liegt. 
Dort bleiben sie mit einem Teil ihres Seins für immer

– verbunden mit mir. 

 

 

Christiane Köhn-Ladenburger 

Der Kurs hat in mir viele neue Seiten ausgegraben. Es war eine Transformation bei der ich meine eigene Autorenstimme entdeckt habe und auch für meine Themen ein neues Gefühl bekommen habe. 

Gefühle durchleben und schreiben, weil einem nichts Anderes übrigbleibt. 
Dieser Kurs geht weit über die normalen Schreibkurse hinaus und fördert eine Selbstentwicklung, die nicht nur für Autoren ein Zugewinn ist. 

Ob das nun Zufall oder eine Wirkung des Kurses ist, vermag ich nicht zu beurteilen, aber ich habe in diesen vier Wochen intensiver geliebt, gelebt, gelitten und Grenzen überschritten. Diese Wochen gehören zu den spannendsten und emotionalsten Wochen meines Lebens.

Hierfür vielen Dank Ulrike. Du hast es geschafft, etwas ganz Besonderes zu erschaffen: Das Herztraining für Autoren.

Delphine Colombani 

Auf geht's in die weiten Welten !

« « Sprachaufenthalt mit totalem Eintauchen... 4 Wochen... Unsere Erfahrung hat uns gezeigt, daß 4 Wochen die günstigste Zeitspanne bilden, um sich in eine Fremdsprache einzuleben und folglich sie effizienter zu lernen »... Hm... Du, Delphine ?! » 
« Ja, Mama ? » 
« Hast du gehört ? » 
« Ja ! » 
« Und ? Wie wär's mit Ferien in Deuschland diesen Sommer ? » 
« Hört sich total gut an ! Jaaa ! » 
« Gut. Abgemacht ! Wir schreiben dich ein. 'Gell, Vater' ? » 
Dies geschah Jahrzehnte her. Wie ich diesen Aufenthalt gemocht hatte ! Ab und zu war es jedoch so schwierig... Sprachliche Einsamkeit, sprachliche Hilfosigkeit, sprachliche Verzweiflung... Aber gleichzeitig so viel Freude, so viel Freunde, so viel Neues, so viel Schönheit, so viel Geborgenheit, so viel Wohlwollen bei dieser Herzfamilie ! Jahre später bin ich zu diesem präzisen Ort zurückgekehrt, wo ich so tolle Erfahrungen erlebt hatte... Jahre lang. 
Nun geht mein zweiter Sprachaufenthalt mit totalem Eintauchen zu Ende. 
Ein Sprachaufenthalt in einem Land, das ich vage, nur von Weitem kannte. Bis jetzt hatte ich es nicht wirklich untersuchen wollen... Aus Gelassenheit, wahrscheinlich. 
Ein Sprachaufenthalt, der im Gegensatz zum ersten die weise Anleitung eines erfahrenen Professors benötigt. Durch diese Gegenden allein zu verreisen ? Hm... Man kann leicht den Leitfaden und die Essenz verlieren und dabei entmutigt werden. 
Ein Sprachaufenthalt im Land meiner Phantasie. Meine Phantasie mit ihren Sitten und Gebräuchen, mit ihren Küchrezepten, mit all dem, was zu einem Land so gehört, und... mit ihrer Sprache. Dieser Sprache, die mir komischerweise am Anfang gleichzeitig vertraut und fremd auffiel. Meine einzigartige eigene Phantasie, meine einzigartige eigene Sprache, zum Lernen, zum Kennenlernen, immer wieder, immer weiter, immer tiefer. Mein neues Sprachabenteuer beginnt erst jetzt. 
Ein Sprachaufenthalt in den Ländern, in den Phantasien der anderen Autoren. Einzigartige eigene Phantasien mit ihren Sitten … und und und, und mit ihrer einzigartigen eigenen Sprachen. 
Eine neue Herzfamilie hat sich gegründet. Aus diesem geborgenen und wohlwollenden Netz heraus, ohne vom Lieblingssessel aufstehen zu müssen, bitten wir uns die wunderbarsten Reisen in unseren Welten. 
Herzschreiben in einer Herzfamilie ? Außergewöhnlich einmalig.

 

Ingeborg Bay 

Wir, Ingrid und Mathilde, sind von unserem Flug zurückgekommen. Die Reise war anstrengend, weshalb wir die letzte Aufgabe erst jetzt erfüllen.

Mathilde: Freitag, der 13., der Tag unserer Rückkehr, war ein Unglücks/Glückstag. Unsere Koffer sind nicht angekommen, zu Hause frustrierten uns dicke Rechnungen und eine Mahnung vom Finanzamt, sowie weitere unangenehme Dinge, die zu erledigen sind. Nach diesen Schrecken musste ich mir etwas gönnen. Was gibt es da Schöneres, als die Beiträge der Herz-Heldinnen zu lesen? Ich begann mit dem letzten Sonntag und war baff! Das viele Lob für Ulrike war in so wunderbare Worte gekleidet und gaben mir die Einsicht, dass das was wirklich zählt, das Schreiben ist. Mein Tag verwandelte sich in einen Glückstag. 

Ich fühle mich in die 4 Wochen Herztraining zurückversetzt und finde, dass ich mich nicht von Äußerlichkeiten ablenken lassen darf. Die Rechnungen und das ganze unangenehme Zeugs sind wie Insekten, die mich beißen und stechen wollen. Ich werde sie erledigen! Sie können mir nicht mehr viel anhaben. 

Gegen die Vielfalt der Beiträge und die gewandten Worte, kann ich nicht anstinken. Ich schließe mich in puncto „Herztraining“ schlicht und einfach den anderen Beiträgen an. Es war phantastisch!

Ingrid: Himmel und Hölle lagen nahe beieinander während des Herztrainings. Viele, zum Teil nicht verarbeitete Erlebnisse, blubberten aus meinem Unterbewusstsein hervor. Wie ein wundes Tier lief ich dann im Zimmer auf und ab, bis ich wieder Ruhe fand. Durch das anschließende Schreiben legte sich heilsamer Balsam auf die Wunden. Jetzt warte ich schon auf den nächsten Kurs, um weiter an an meiner Vergangenheit zu arbeiten. 

Glücklich waren die Stunden, wenn ich an die guten Zeiten meines Lebens dachte und darüber berichtete. Oft lachte ich leise vor mich hin. Die Dankbarkeits-Aufgabe war besonders interessant. Sie regte mich zu einem kompletten Umdenken an. Was war ich für ein Narr? Für so vieles sollte ich dankbar sein, stattdessen hingen meine Gedanken oft dem kleinen Quäntchen Unbill nach, das zu jedem Leben gehört. Inzwischen erstelle ich Dankbarkeitslisten, die mir zeigen, dass auf meinem Konto „Dankbarkeit“ viel im „Haben“ steht. Ulrike war mir Psychotherapeutin und geniale Kursleiterin. Dafür bin ich besonders dankbar.